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Trennung von NarzisstenInnen - So setzt du richtig Grenzen




Pärchen steht am Fenster und trinkt Kaffee

Seine eigenen Grenzen zu erkennen und auch durchzusetzen zu können, ist für viele selbstverständlich. Andere wiederum, stellt dies vor eine große Herausforderung, besonders dann, wenn ihr Gegenüber narzisstische oder ungesunde Züge aufweist.

Im alltäglichen Leben kann dies, aufgrund der manipulativen Zügen einer narzisstischen Person nicht direkt negativ auffallen, wenn es jedoch zu einer Trennung kommt, wird es plötzlich zu einem gravierenden Problem.

Besonders dann wichtig wird das Thema, wenn es um Trennung von NarzisstenInnen geht.


In diesem Beitrag erfährst du, wie du es schaffst zu lernen deine eigenen Grenzen gegenüber einer narzisstischen Person durchzusetzen.

Der Begriff „Narzissmus“ muss auch in diesem Kontext richtig verstanden werden, da dieser, seit einigen Jahren oft leichtfertig für bestimmte Verhaltensmuster verwendet wird, wie beispielsweise die übertriebene Selbstbezogenheit, ein gesteigertes Verlangen nach Anerkennung und mangelnde Empathie. Ebenfalls weit verbreitet, ist das Bild, dass sich NarzisstInnen für deutlich besser als alle anderen halten. Dementgegen steht, dass solche Personen häufig mit Charisma, Extrovertiertheit, Intelligenz, Charme, guter Optik und Humor überzeugen können und damit schnell die Sympathie seines Gegenübers für sich gewinnen.

Spricht man über solche Verhaltensweisen, so ist wichtig zu bedenken, dass dies eine tatsächliche, narzisstische Persönlichkeitsstörung ist, eine klinisch diagnostizierbare, psychiatrische Erkrankung. Im ICD-10, dem Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation wird sie unter der Kategorie „F60.8. Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen“ aufgeführt. Im Klassifikationssystem der American Psychiatrie Association (DSM-5) ist sie sogar als selbstständiges Störungsbild definiert. In jedem Fall handelt es sich hier nicht um einzelne, störende Charaktereigenschaften, sondern um ein psychiatrisch relevantes und stark ausgeprägtes Krankheitsbild.

Es handelt sich um eine andauernde und grundlegende Störung des Selbstwertgefühls. Obwohl der Narzisst/die Narzisstin sich nach außen häufig übertrieben selbstbewusst gibt, wird das eigene Ich innerlich in Wirklichkeit stark abgelehnt. Betroffene streben nach ständiger Aufmerksamkeit und Anerkennung, und dies auf Kosten der Menschen in ihrem nahen Umfeld.

Für das Umfeld ist dabei wichtig zu verstehen, dass narzisstische Menschen die Fähigkeit besitzen, seine Mitmenschen, besonders das unmittelbare Umfeld, subtil zu manipulieren. Es ist ein schleichender Prozess, der ganz unterbewusst stattfindet, aber gravierende Auswirkungen hat.


Befindet man sich in einem Umfeld, in dem einem ein narzisstischer Mensch nahesteht oder befindet man sich mit einem in einer Partnerschaft, so steht man über einen längeren Zeitraum unter der Manipulation dieser Person. Sein eigenes Verhalten und auch die Wahrnehmung wird Stück für Stück weg von sich selbst, hin zu dieser Person manipuliert.

Konkret bedeutet das, dass diese Person ganz unterbewusst so viel Raum einnimmt, dass man lernt, seine eigenen Grenzen unterbewusst zu verschieben und seine eigenen Bedürfnisse dahingehend zurückstellt.

Aufgrund dessen ist es ein schon fast natürlicher Prozess, dass das Setzen klarer Grenzen der Person gegenüber, eine schwere Aufgabe ist.


Wichtig ist nicht die Diagnostik, sondern das Wissen das du brauchst und die Strategie, damit umzugehen. Du möchtest wisssen wie das geht? Dann melde dich bei mir:





künstlerische Darstellung eines Kopfes in Puzzelform

Hier sind 10 Anzeichen für einen narzisstischen PartnerIN:


  1. Empathielosigkeit:

Mangelnde Fähigkeit, die Gefühle und Bedürfnisse Anderer richtig zu erkennen und diese richtig einzuordnen; fehlende Feinfühligkeit; Rücksichtslosigkeit; intuitiver Fokus auf ausschließlich eigene Interessen


  1. Emotionale Ausbeutung, Dominanz und Kontrolle in zwischenmenschlichen Beziehungen: Manipulation des Gegenübers und dessen Gefühlen, um die eigenen Ziele zu erreichen und den eigenen „Ego“ zu erhöhen; psychologisch bedenkliche Mittel wie Unterdrückung, „Gaslighting“, Lügen, psychische Schwächung auf oft sehr subtile Art und Weise; seelische Gewalt, z.T. auch körperliche Gewalt


  • Instabilität und Störung des Identitäts- und Selbstwertgefühls:

Minderwertigkeitsgefühle, die oft durch übertriebene Selbstsicherheit kompensiert werden; mangelnder Selbstwert; übertriebene Vergleiche zur Selbstdefinition; fehlende Anpassungsfähigkeit und Selbstregulationsstrategien. Oft ein Extrem zwischen Grandiosität (Selbstüberschätzung) und schwelender Anspannung (Selbstunterschätzung); Wut und scharfe, ausfällige Attacken bei subjektiv empfundener Kränkung


  1. Gesteigertes Bedürfnis nach ständiger Selbstbestätigung und Anerkennung:

Übermäßiger Geltungsdrang; Verlangen nach Bewunderung und ständiges Bestreben, im Zentrum der Aufmerksamkeit anderer Personen zu stehen und diesen zu imponieren


  1. Emotionale Distanziertheit und Mangel an Nähe:

Fehlen grundlegender zwischenmenschlicher Kompetenzen; Beziehungen dienen ausschließlich der eigenen Selbstwertregulation; Oberflächlichkeit; kein ehrliches Interesse; kaum in der Lage, echte tiefgründige und emotionale Wärme zu geben


  1. Erhöhte Verletzlichkeit und Kränkbarkeit;

Unsicherheit und Misstrauen gegenüber anderen Menschen; Angst vor negativer Beurteilung


  1. Möglicher „Größenwahn“:

Größengefühl in Bezug auf die eigene Einzigartigkeit, Wichtigkeit und die eigenen Leistungen; ausgeprägte Phantasien über grenzenlosen Erfolg, Macht, Status, Schönheit und perfekter Liebe; Überzeugung einen besonderen Status zu haben; Prahlerei, Hochstapelei, ohne dass der Person seine eigene Motivation bewusst ist


  1. Unersättliche Ansprüche und Erwartungen:

Oft arrogantes und überhebliches Verhalten oder auch schüchterne und bescheidene „Fassade“


  1. Neid:

Neidisch auf Andere oder die Person glaubt übertrieben häufig, andere seien neidisch auf ihn/sie

Tatsächlich:

Große innere Leere, geringe Gefühlstiefe, Gefühl von Sinnlosigkeit



Du hast das Gefühlt, dass dein PartnerIn oder eine dir nahestehende Person ein NarzisstIn sein könnte und oder du findest dich in Dynamiken wieder, die dich unwohl fühlen lassen?


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Während andere Beziehungen mit etwas Abstand und Klarheit enden können, beginnt mit narzisstisch geprägten Persönlichkeiten häufig eine neue Phase der Dynamik, geprägt von Kontrolle, Schuldumkehr, subtiler Manipulation oder offener Eskalation.

Grenzen zu setzen ist in diesem Kontext kein egoistischer Akt. Es ist ein Selbstschutz und besonders nach einer Trennung eine zentrale Voraussetzung für emotionale Stabilität, rechtliche Klarheit und, wenn Kinder beteiligt sind, für gesunde Strukturen im Familiensystem.


Warum Grenzen zu setzen bei narzisstischen Menschen so schwerfällt.


Menschen mit narzisstischen Persönlichkeitsanteilen, reagieren auf Grenzen oftmals nicht mit Respekt, sondern verstärkt mit Abwertung, Druck oder Drohungen, Schuldzuweisungen, bis hin zu emotionaler Erpressung.

Drei Magnete mit Bilder einer gescheiterten Beziehung

Bei einer Trennung von NarzisstenInnen leigt es meistens nicht daran, dass Sie „falsch“ kommunizieren. Es liegt daran, dass Grenzen für narzisstisch strukturierte Persönlichkeiten vorrangig eine Kränkung darstellen. Ein „Nein“ wird nicht als legitimer Selbstschutz verstanden, sondern als ein klarer Angriff.

Gerade in oder nach einer Trennung, verstärkt sich dieses Muster häufig. Der Verlust von Kontrolle oder Bewunderung wird nicht selten mit den verstärkten Versuchen beantwortet, den Einfluss, über Konflikte, Kinder, Geld oder emotionale Trigger zu behalten.

Besonders in Trennungs- und Scheidungssituationen zeigen sich bestimmte Dynamiken, wie die dauerhafte Kontaktaufnahme ohne sachlichen Anlass, verstärkte Provokationen, um emotionale Reaktionen zu erzeugen, plötzliche „Versöhnungsangebote“ oder die Verweigerung von klarer Kommunikation.

Tritt dieser Fall ein, ist es wichtig nicht aufzugeben, denn es bedeutet nicht, dass deine Grenze zu hart oder falsch ist, es bedeutet häufig, dass die gesetzte Grenze wirkt. Das Setzen von Grenzen ist ein kontinuierlicher Prozess, der auf lange Sicht Erfolg zeigt.



Was bedeutet also „Grenzen setzen“ konkret?


Grenzen setzen bedeutet NICHT den anderen zu verändern, ihn zu überzeugen, Gerechtigkeit zu erzwingen oder Einsicht zu erreichen.

Grenzen setzen bedeutet, dein eigenes Verhalten zu steuern, deine Kommunikation klar zu strukturieren, deine Reaktionen bewusst zu wählen und klare Konsequenzen zu definieren.

Grenzen bei narzisstischen Menschen sind keine Verhandlungssache, sie sind vielmehr eine Selbstdefinition.

Es ist ein wichtiger Perspektivwechsel, weg von dem Willen das Verhalten des narzisstischen Gegenübers zu kontrollieren und hin zur Stabilisierung des eigenen Verhaltens.


Im Rahmen einer Trennung sind die folgenden Prinzipien wichtig zu befolgen:


1. Emotionale Entkopplung

Narzisstische Dynamiken leben von emotionaler Reaktion, Wut, Rechtfertigung, Verteidigung oder lange Diskussionen „nähren“ das System.

Stattdessen gilt es sachlich, kurz und vorrangig schriftlich zu kommunizieren. Dies vermeidet Rechtfertigungsmonologe, endlose Diskussionen und emotionale Schlagabtausche.


2. Eine klare Kommunikationsstruktur

Wenn Kinder in der Partnerschaft involviert sind, sollte die Kommunikation ausschließlich kindbezogen erfolgen, ohne eine Vermischung mit Beziehungsthemen.

Hilfreich dafür sind feste Kommunikationskanäle, feste Zeiten, schriftliche Vereinbarungen und die Protokollierung von Absprachen

Je klarer die Struktur der Kommunikation, desto weniger Angriffsfläche wird dem Gegenüber geboten.


3. Keine Erklärungsfalle

Ein häufiger Fehler ist das ausführliche Erklären der Grenzen, in der Hoffnung, dass diese verstanden werden. Doch narzisstische Persönlichkeiten suchen häufig nicht nach Verständnis, sondern nach Ansatzpunkten für Gegenargumente.

Nicht: „Ich möchte nicht, dass du unangekündigt kommst, weil mich das stresst und ich mich dann unwohl fühle…“

Sondern: „Unangekündigte Besuche akzeptiere ich nicht. Bitte kündige Termine mindestens 24 Stunden vorher schriftlich an.“

Eine kurze, klare Kommunikation, ohne Spielraum für Diskussion.


4. Konsequenzen sind entscheidend

Eine gesetzte Grenze ohne Konsequenz ist nur eine einfache Bitte.

Wenn du beispielsweise ankündigst, telefonisch nicht mehr erreichbar zu sein, dennoch ans Telefon gehst, lernt dein Gegenüber, dass deine Grenze verhandelbar ist.

Eine klare Konsequenz bedeutet nicht einfach Härte, es bedeutet Verlässlichkeit.


5. Innere Grenzen stärken

Oft ist die äußere Grenzsetzung nur so stabil wie die innere Klarheit.

Für die Stärkung seiner inneren Grenzen hilft es sich zu fragen, Wo lasse ich mich noch emotional provozieren?, Wo hoffe ich noch auf Einsicht?, Wo will ich noch „gewinnen“?

Je mehr Triggerpunkte du erkennst und schaffst innerlich loslassen, desto weniger kann dein gegenüber dich destabilisieren.



Sohn klammert sich an das Bein seines Vaters und schaut traurig dabei

Wichtig:


Bei einer Trennung von NarzisstenInnen: Wenn Kinder in diese Situation mit involviert sind, endet der Kontakt nicht, aber er kann ebenfalls strukturiert werden.

Wichtig dabei ist, das Kind darf niemals zum Boten oder Vermittler werden.

Abwertungen des anderen Elternteils vor dem Kind sind zu vermeiden und Absprachen sollten schriftlich festgehalten werden.

Gerade im Kontext von Sorgerecht, Umgangsregelungen oder gerichtlichen Verfahren ist eine sachliche, dokumentierte Kommunikation essenziell.

Sollten Verfahren beim Familiengericht laufen oder das Jugendamt eingebunden sein, ist es umso wichtiger, dass du ruhig, strukturiert und nachvollziehbar auftrittst, denn emotionale Eskalation schadet fast immer dir selbst und nicht der narzisstischen Inszenierung.


Es gelten bei ungesunden und narzsstichen Trennungen andere Spielregeln und diese sollten man kennen und befolgen. Leider wird das in der Beratung beim Jugendamt und beim Familiengericht nicht bedacht und du wirst schnell Opfer eines unfairen Kampfes.


Wenn du Kinder hast, dann buche dir jetzt ein kostenfreies Erstgespräch:




Abschließend ist wichtig für dich zu verinnerlichen, dass deine Grenzen keinen Angriff darstellen, auch wenn sie so wahrgenommen werden, sie sind ein Ausdruck von Stabilität.


Gerade nach einer Trennung von einem narzisstischen Menschen ist Grenzsetzung kein optionaler Schritt, sondern ein notwendiger Schutzmechanismus, denn sie schaffen emotionale Stabilität, klare Strukturen und langfristige innere Freiheit


Grenzen klar zu setzten bedeuten nicht, dass du hart oder unversöhnlich bist, sie bedeuten, dass du Verantwortung für dich selbst übernimmst. Und genau das ist, besonders nach einer narzisstischen Beziehung, oft der wichtigste Schritt zurück in die eigene Kraft.


Wenn du dich in dieser Dynamik wiedererkennst, ist ganz wichtig DU BIST NICHT ALLEIN.

Grenzen setzen zu lernen ist möglich, es ist ein Prozess, den du nicht allein gehen musst.






Ich lehne mit verschränkten Händen an einer Wand und schaue freundlich

Hi! Ich bin Christine und biete


Coaching und Beratung für narzisstische und toxische Beziehungen,privat und beruflich


Fühlst du dich in deiner Beziehung ständig ausgelaugt, verunsichert oder klein gemacht? Drehst du dich in den immer gleichen Konflikten im Kreis und weißt nicht, wie du da rauskommen sollst?

Ich begleite Menschen, die in ungesunden oder toxischen Beziehungen feststecken.


Gemeinsam schauen wir uns an, was wirklich hinter den Dynamiken steckt, warum du immer wieder in solche Muster gerätst und wie du es schaffst, dich davon zu lösen.



Was ich, unter anderem, für dich tue:

Ich helfe dir zu erkennen, ob die Beziehung toxisch ist oder einfach nur herausfordernd.

Wir arbeiten daran, deine Selbstwahrnehmung und dein Selbstwertgefühl zu stärken.

Du lernst, Grenzen zu setzen und ungesunde Muster zu durchbrechen.


Ich unterstütze dich bei der Entscheidung: Bleiben, verändern oder gehen?

Falls du bereits den Absprung geschafft hast, begleite ich dich dabei, emotional zu heilen und neue, gesunde Beziehungen aufzubauen.


Mein Ansatz ist klar, empathisch und tiefgehend. Ich nehme dich ernst, ohne dir etwas schönzureden – und ich gebe dir konkrete Werkzeuge an die Hand, die dich wirklich weiterbringen. Meine Angebote sind im Premium-Bereich angesiedelt. Sie spiegeln nicht nur meine langjährige Erfahrung und fachliche Expertise wider, sondern auch das tiefe Insiderwissen, das ich über viele Jahre hinweg in der Arbeit mit komplexen Beziehungssystemen aufgebaut habe. Ich arbeite intensiv, individuell und mit nachhaltigem Anspruch.


Wenn du aktuell in einer schwierigen finanziellen Lage bist, gibt es kostenfreie oder sehr kostengünstige Angebote – zum Beispiel über Einrichtungen wie die Caritas, das Jugendamt (vermittelt und hat Adressen) oder private Beratungsstellen.


Ich bitte um Verständnis, dass ich keine kostenfreien Einzelsitzungen oder niedrigpreisige Beratungspakete anbiete.



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